Der Kampf mit den Einsparungen

Journalismus ist nicht mehr finanzierbar. Die meisten Verlage schreiben rote Zahlen und Zeitungen kämpfen um ihr Überleben. Besonders gut ist der Ausblick auf meinen Traumberuf nicht. Aber es ist schön, dass ich nicht nur Zeitungmachen an der Uni üben kann, sondern auch direkt den Kampf mit den Einsparungen.
Grund dafür sind die massiven Kürzungen des Stura der Uni Jena am Akrützel – Es ist einfach nicht mehr genug Geld da. So amüsant und erfrischend die Geplänkel Akrützel gegen Stura bisher auch immer waren: Jetzt ist die Situation leider existenzbedrohend geworden, nachdem die Haushaltsverhandlungen immer schärfer und chaotischer geführt werden. Da tauchen plötzlich zwei zusätzliche Löcher von 15.000 und 7.000 Euro auf, ein Vorstand tritt nach knapp 3 Monaten im Amt zurück und die Schuld für die Haushaltsmisere wird hin- und hergeschoben. In einem Satz: Stura-Alltag vom feinsten.

Natürlich soll auch beim Akrützel gekürzt werden. Rund 20% sollen wir einsparen. Um dem Wunsch des Stura entgegen zu kommen, haben wir uns in der Redaktion notgedrungen unter anderem dazu entschlossen, auf eine Ausgabe im Januar zu verzichten. Ungefähr 1300 Euro werden durch die wegfallende Ausgabe eingespart.

In den Haushaltslesungen kristallisiert sich aber immer mehr heraus, dass der Stura sich nicht rechtzeitig auf einen Haushalt 2014 einigt. Das hat im Endeffekt eine Sperre der Konten zur Folge. Dem Stura wird der Geldhahn zugedreht. Ähnlich wie es in den USA im Herbst der Fall war, steht nun alles still. Es dürfen „nur rechtlich begründete Verpflichtungen erfüllt sowie unabweisbare Ausgaben bis zur Höhe eines Zwölftels der im abgelaufenen Haushaltsplan veranschlagten Mittel getätigt werden“, wie es in der Thüringer Studienschaftsfinanzierungsordnung heißt. Es bleibt abzuwarten, ob der Stura morgen in der 7. Lesung den Haushalts doch noch beschließt.

Deswegen gibt es jetzt vermutlich gar keine Ausgabe im Januar. Dem tatsächlich ernst gemeinten Tipp des Haushaltsverantwortlichen doch „eine Online Ausgabe“ zu machen, können wir nur ablehnen. Und so recherchieren wir fröhlich ins Ungewisse und warten, ob irgendein Mäzen uns sponsort. (Hallo ZEIT!, Hallo Jeff Bezos!)

Fortsetzung folgt!

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