Ein Text übers Scheitern

Ich bin gescheitert. An einem Text. Eigentlich kein Problem, denn wer hat nicht schon mal etwas versiebt. Trotzdem wurmt mich das Ganze. Mein erster Essay-artiger Text sollte besser sein, vor allen Dingen da es um mein Lieblingsthema „Internet“ ging. (Für Interessierte ist der Text in der neuen Akrützel zu finden.) Unkonkret, zu sehr in meinem Kopf und total abstrakt soll er sein. Ich könnte hier natürlich ausschweifend erklären, warum ich die Kritik so nicht teile, aber das ist vollkommener Schwachsinn. Ich will hauptsächlich für andere schreiben, nicht nur für mich. Und wenn andere meine Texte scheiße finden, dann ist der Sinn des Textes irgendwie verfehlt. Aber vielleicht muss ich damit leben. Es kann nicht jeder meine Texte toll finden (was nebenbei gesagt auch noch nie der Fall war). Und sowieso, jeder (Möchtegern-)Journalist hat mindestens einen Text in der Schublade, den er lieber nie wieder sehen will. Warum ich mich deswegen so fertig mache? Kritik nagt immer an einem, denn dann habe ich fast immer etwas falsch gemacht. Deswegen sollte das Motto sein, unter dem ich schreibe: Aufstehen, kurz schütteln und weitermachen. Scheitern gehört ja auch immer zum Lernen dazu. Immerhin schreibe ich ja beim Akrützel auch, weil ich die Kritik will. Meine Texte sind eher selten druckreif geschrieben und zu Beginn häufig durcheinander. Deswegen lautet ja der häufigste Ratschlag für Journalismusanfänger auch: Schreiben, schreiben, schreiben!!! Immerhin ist Journalismus ja auch irgendwie ein Handwerk, dass gelernt werden muss.